Mein Körper, meine Entscheidung!

Bundesweites Vernetzungstreffen am 7.3. zur Vorbereitung der Gegenaktionen zum "Marsch für das Leben" am 19. September 2015 in Berlin
Seit Sommer 2014 gibt es eine Kooperation der Queerfeminismus- und der Antifa-AG der IL Berlin in der Zusammenarbeit gegen den sogenannten "Marsch für das Leben", ehemals „1000 Kreuze-Marsch“, der jährlich Ende September in Berlin stattfindet und christlich-fundamentalistische, rechtspopulistische und rechtskonservative Spektren in ihrer Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen und ihren antifeministischen Positionen vereint.

Die daraus entstandene Projekt-AG hat sich im letzten Jahr - vor allem im Rahmen des What the fuck!-Bündnisses - aktiv an der Organisation der Gegenproteste beteiligt. Zudem arbeitet die AG  im Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung mit, woraus die Idee eines Bundesweiten Vernetzungstreffens zum Ideen- und Erfahrungsaustausch mit anderen Städten im Bezug auf das überregionale Phänomen der „Lebensschützer“-Bewegung resultierte. Ziel ist hier, gemeinsam Strategien gegen die kommenden „Märsche für das Leben“ und der dazugehörigen Bewegung zu entwickeln.

Wir möchten an dieser Stelle alle Antifaschist*innen und Feminist*innen einladen, sich an dem Vernetzungstreffen und den Diskussionen zu beteiligen, damit wir dieses Jahr noch mehr Leute auf die Straße bringen und den sogenannten „Lebensschützern“ effektiv etwas entgegensetzen können!

Hier die Einladung zum Vernetzungstreffen am 7.3.2015:

Liebe Mitstreiter*innen,

Christlich-fundamentalistische Organisationen, hochrangige Mitglieder der AfD, die Junge Union Deutschlands und die rechtsradikale Zeitung Junge Freiheit mobilisieren jährlich Tausende Anhänger bundesweit nach Berlin zu einem „Marsch für das Leben“. Auch regional veranstalten sogenannte „Lebensschützer“ regelmäßig Aufmärsche.

Sie sprechen Schwangeren das ohnehin eingeschränkte Recht auf Schwangerschaftsabbruch ab. Sie reden vom „Babycaust“ und relativieren so den historischen Holocaust. Diese angeblichen Lebensschützer behaupten, sie agierten gewaltfrei, doch in vielen Ländern schüchtern sie Hilfesuchende vor Beratungsstellen ein und bedrängen Kliniken und Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Die sogenannten Lebensschützer stehen für eine Gesellschaft, die auf der bürgerlichen Kleinfamilie, Zweigeschlechtlichkeit, Trans*feindlichkeit, einer strengen Sexualmoral, Verbot von Homosexualität und auf »Schicksals-« und Obrigkeitsergebenheit beruht.

Unsere Gegenbewegung ist kontinuierlich gewachsen – aber noch nicht groß genug. Gegen die Aufnahme von sexueller Vielfalt in Schullehrpläne finden seit 2014 in einigen Städten Demonstrationen „Besorgter Eltern“ statt. Die Organisationen dahinter stellen dasselbe Gebräu wie die „Lebensschützer“ dar. Auch sie müssen gestoppt werden!

Am 19. September 2015 wird der nächste große Marsch der „Lebensschützer“ stattfinden. Wir, Aktive aus dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung, Menschen, die in Beratungsstellen arbeiten, die sich in Verbänden und Parteien für das Selbstbestimmungsrecht von Schwangeren einsetzen, Feminist*innen und Antifaschist*innen wollen mit euch diskutieren, was wir gemeinsam gegen diese reaktionäre Veranstaltung tun können. Wir wollen Erfahrungen und Einschätzungen aus unterschiedlichen Städten und aus unterschiedlichen Perspektiven austauschen. Und wir wollen anfangen, uns stärker zu vernetzen und zu planen, wie wir im Herbst gemeinsam unseren Protest auf die Straße bringen können.
Dafür laden wir herzlich zu einem bundesweiten Treffen ein.

Für uns wäre es hilfreich, wenn ihr euch bei uns zurückmelden könntet, wenn ihr plant zu kommen, Fragen, Wünsche oder Ideen für das Treffen habt: vernetzungstreffen7.maerz@gmail.com

Einladende:
* Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung (www.sexuelle-selbstbestimmung.de)
* Frauenkampftag – AG sexuelle Selbstbestimmung
* Feminismos 15M Berlin

Facebook-Event (dort findet ihr auch den geplanten Ablauf): https://www.facebook.com/events/407833969386490

Termindaten:

  • 07.03.2015 13:00 · Vierte Welt, Adalbertstr. 4, Berlin, Deutschland