Boomtown St. Georg – Ein Stadtteil wehrt sich

„Boomtown St.Georg – Ein Stadtteil wehrt sich“ ist ein Dokumentarfilm über die jüngere Entwicklung der Städte, besonders der Innenstädte, erzählt am Beispiel des Hamburger Bahnhofviertels St.Georg. Bis vor gut einem Jahrzehnt galt es noch als Schmuddelviertel, das von Rotlicht und Kriminalität dominiert wurde. Dann wurde es von wohlhabenderen Teilen der Bevölkerung entdeckt, die ihre Häuser im Grünen gegen eine schicke Stadtwohnung einzutauschen begannen. Heruntergekommene Mietshäuser im Zentrum wurden hochklassig saniert, in Eigentumswohnungen aufgeteilt und teuer verkauft. Der Film zeigt die Auswirkungen dieser „Gentrifizierung“ auf das Zusammenleben im Quartier. Angestammte Mieter und Gewerbetreibende, Prostituierte und Aktivisten des Netzwerks „Recht auf Stadt“ berichten von ihren Erfahrungen und Problemen mit der Aufwertung des Stadtteils; Investoren und Stadtplaner erklären ihre Arbeit und ihre Vorstellungen von einer lebens- und liebenswerten Stadt.
Der Film fragt: gehört die Stadt den Menschen die das Leben in ihr gestalten oder den Eigentümern, die die Grundstücke und Häuser besitzen? Kann die Jagd nach Rendite als Rechtfertigung dafür dienen, die jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner aus den Innenstädten zu vertreiben? Was tut eigentlich die Politik angesichts dieser Entwicklung?

Ein Film von Ulrich Gehner und Manfred Götz, D 2015, 87 min.
www.boomtown-stgeorg.de

Anschließend Filmgespräch mit den Filmemachern
und Jenny Künkel (AK Kritische Geographie, Universität Frankfurt)

Eintrittspreis: € 7 (mit Gildepaß € 6) Reservierung unter: 069-5970845

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Filmreihe „Wem gehört die Stadt?“
Frankfurt und die Rhein-Main-Region erleben seit einigen Jahren einen wahren Immobilienboom. Die Folgen sind bekannt: Die Mieten steigen und Bewohner_innen mit niedrigem oder mittlerem Einkommen werden verdrängt, während laufend mehr Luxuswohnungen und Appartementkomplexe entstehen. Gleichzeitig unternimmt die Stadtpolitik wenig, um gegenzusteuern – im Gegenteil, die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft ABG-Holding arbeitet selbst profitorientiert und beteiligt sich an der Verknappung von günstigem Wohnraum.
Vor diesem Hintergrund zeigt die Filmreihe „Wem gehört die Stadt?“ vier Dokumentarfilme, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit aktuellen Entwicklungen in deutschen Städten beschäftigen. Thematisiert werden Neubauprojekte, Investorenpläne oder die Verdrängung von Mieter_innen ebenso wie kreativer Protest, hartnäckiger Widerstand und Stadtplanung „von unten“. Im Anschluss an die Filmvorführung besteht die Möglichkeit mit anwesenden Filmemacher_innen sowie Betroffenen, Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen aus Frankfurt und der Region zu diskutieren.

Die Kampagne „Eine Stadt für Alle! Wem gehört die ABG?“ wird von Aktiven aus stadtpolitischen Initiativen, Stadtteilgruppen, Mieterorganisationen etc. getragen. Sie ist offen zum Mitmachen und langfristig angelegt. Wir informieren und wir planen Aktionen. Wir organisieren uns, um zu bleiben: In unseren Wohnungen, in unseren Stadtteilen, in unserer Stadt, in unserer Region.
www.stadt-fuer-alle.net

Termindaten:

  • 25.11.2015 16:30 · Mal Seh'n Kino, Adlerflychtstr. 6, Deutschland