Aufruf der protestierenden Flüchtlinge
Hallo liebe Bürgerinnen und Bürger,
Wir Flüchtlinge aus Göttingen und Umland haben uns dazu entschlossen, am Freitag den 4. April ab 13 Uhr ein Protestzelt auf dem Platz vor der Jacobi Kirche zu errichten, um von dort aus unseren Protest in die Öffentlichkeit zu tragen.
Wir sind Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern und leben in Göttingen und Umgebung. Der Anlass für unseren Protest sind die menschenunwürdigen, schikanösen Lebensbedingungen, denen wir hier Tag für Tag ausgesetzt sind, und die ständige Angst vor unserer drohenden Abschiebung. All das wird durch die rassistische Gesetzgebung Deutschlands ermöglicht. Wir sind wegen den unterschiedlichsten Repressionen hierher geflüchtet.
Wir wollten Schutz und Sicherheit erhalten. Jetzt wird uns dieses Recht auf Asyl verwehrt. Die Menschenrechtsverletzungen in unseren Herkunftsländern dürften dem Bundesamt, dem Verwaltungsgericht Göttingen sowie den jeweils zuständigen Ausländerbehörden bekannt sein. Jetzt erleben wir jedoch Ignoranz gegenüber den Gründen für unsere Flucht — dies ist Teil der menschenverachtenden Politik der Bundesregierung und der deutschen Behörden. Wir vermuten, dass sie keine deutliche Position beziehen wollen, um Investitionen deutscher Firmen in diesen Ländern nicht zu gefährden. Deshalb leben wir seit Jahren ohne Zukunft und ohne Perspektive, weil wir lediglich „geduldet“ sind. Das bedeutet, dass wir keinen sicheren Aufenthaltsstatus haben und uns eine Abschiebung jederzeit drohen kann. Unser Leben hier ist also weiterhin von Angst und Ungewissheit geprägt. Wir dürfen weder arbeiten noch eine Ausbildung oder ein Studium machen. Wir dürfen uns nur innerhalb einer bestimmten Region frei bewegen, denn wir unterliegen der sogenannten Residenzpflicht. Diese Art von Leben macht uns seelisch und körperlich kaputt.
Wir haben uns dazu entschlossen, diese rassistische Praxis nicht weiter hinzunehmen. Wir protestieren, damit diese alltägliche Bedrohung ein Ende findet. Eure Unterstützung motiviert uns in unserem Widerstand für gleiche Rechte und ein Bleiberecht.
Unsere Forderungen sind:
• Recht auf Bewegungsfreiheit !
• Arbeitserlaubnis!
• Ausreichende Schul– und Berufsausbildung
• Anerkennung in unseren Asylverfahren!
• Recht auf Bleiben!
• Recht auf Gleichheit!
Wir freuen uns über vielfältige Unterstützung:
• Besucht uns und unser Protestcamp, täglich von 13 bis 18 Uhr.
• Informiert Passantinnen und Passanten, verteilt Flugblätter, gestaltet Infotafeln
• Macht mit uns gemeinsam kleine Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Spiele…
• Malt mit uns Transparente
• Kocht und esst mit uns gemeinsam – und spendet Lebensmittel
• Schaut auf unsere To-Do-Liste nach was gerade noch benötigt wird.
• Spendet Geld für die Infrastruktur des Protestcamps
• Macht in einer unserer Arbeitsgruppen mit (Presse, Infrastruktur…)
• Bringt Freundinnen und Freunde mit
• …
Sprecht uns an! Macht mit!
Hallo liebe Bürgerinnen und Bürger,
Wir Flüchtlinge aus Göttingen und Umland haben uns dazu entschlossen, am Freitag den 4. April ab 13 Uhr ein Protestzelt auf dem Platz vor der Jacobi Kirche zu errichten, um von dort aus unseren Protest in die Öffentlichkeit zu tragen.
Wir sind Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern und leben in Göttingen und Umgebung. Der Anlass für unseren Protest sind die menschenunwürdigen, schikanösen Lebensbedingungen, denen wir hier Tag für Tag ausgesetzt sind, und die ständige Angst vor unserer drohenden Abschiebung. All das wird durch die rassistische Gesetzgebung Deutschlands ermöglicht. Wir sind wegen den unterschiedlichsten Repressionen hierher geflüchtet.
Wir wollten Schutz und Sicherheit erhalten. Jetzt wird uns dieses Recht auf Asyl verwehrt. Die Menschenrechtsverletzungen in unseren Herkunftsländern dürften dem Bundesamt, dem Verwaltungsgericht Göttingen sowie den jeweils zuständigen Ausländerbehörden bekannt sein. Jetzt erleben wir jedoch Ignoranz gegenüber den Gründen für unsere Flucht — dies ist Teil der menschenverachtenden Politik der Bundesregierung und der deutschen Behörden. Wir vermuten, dass sie keine deutliche Position beziehen wollen, um Investitionen deutscher Firmen in diesen Ländern nicht zu gefährden. Deshalb leben wir seit Jahren ohne Zukunft und ohne Perspektive, weil wir lediglich „geduldet“ sind. Das bedeutet, dass wir keinen sicheren Aufenthaltsstatus haben und uns eine Abschiebung jederzeit drohen kann. Unser Leben hier ist also weiterhin von Angst und Ungewissheit geprägt. Wir dürfen weder arbeiten noch eine Ausbildung oder ein Studium machen. Wir dürfen uns nur innerhalb einer bestimmten Region frei bewegen, denn wir unterliegen der sogenannten Residenzpflicht. Diese Art von Leben macht uns seelisch und körperlich kaputt.
Wir haben uns dazu entschlossen, diese rassistische Praxis nicht weiter hinzunehmen. Wir protestieren, damit diese alltägliche Bedrohung ein Ende findet. Eure Unterstützung motiviert uns in unserem Widerstand für gleiche Rechte und ein Bleiberecht.
Unsere Forderungen sind:
• Recht auf Bewegungsfreiheit !
• Arbeitserlaubnis!
• Ausreichende Schul– und Berufsausbildung
• Anerkennung in unseren Asylverfahren!
• Recht auf Bleiben!
• Recht auf Gleichheit!
Wir freuen uns über vielfältige Unterstützung:
• Besucht uns und unser Protestcamp, täglich von 13 bis 18 Uhr.
• Informiert Passantinnen und Passanten, verteilt Flugblätter, gestaltet Infotafeln
• Macht mit uns gemeinsam kleine Veranstaltungen wie Lesungen, Konzerte, Spiele…
• Malt mit uns Transparente
• Kocht und esst mit uns gemeinsam – und spendet Lebensmittel
• Schaut auf unsere To-Do-Liste nach was gerade noch benötigt wird.
• Spendet Geld für die Infrastruktur des Protestcamps
• Macht in einer unserer Arbeitsgruppen mit (Presse, Infrastruktur…)
• Bringt Freundinnen und Freunde mit
• …
Sprecht uns an! Macht mit!